Botanik in Weißenburg

Antworten auf häufige Fragen

Wann ist die beste Pflanzzeit?

Wenn der Boden aktiv ist, d.h. ab dem späten Frühjahr bis zum frühen Herbst.

Obstbäume sollten am besten im Sommer geschnitten werden. Beim Schnitt sollte wie vor 1.300 Jahren ein natürlicher Verbiss von Waldelefanten simuliert werden. Dazu sollte immer alles angeschnitten werden, auch der Sonnentrieb (= Leittrieb). 

Wenn eine Pflanze noch nie gedüngt oder mit Pestiziden, Fungiziden behandelt wurde, besitzt sie noch ihr genetisches Wissen mit allem umzugehen. Einmal behandelt ist dieses (meist unwiderruflich) zerstört.

Besser als Düngen ist die Qualität des Bodens zu erhöhen in dem zum Beispiel Totholz von Birke oder Kiefer zu den Pflanzen gelegt wird, damit sich Pilze besser ansiedeln können und Wasser gespeichert werden kann. Viele Pflanzen, wie zum Beispiel Himbeeren, nehmen den Großteil ihrer notwendigen Nährstoffe über Mykorrhizen auf.

Werden die Obstbäume als junge Pflanzen und in Vergesellschaftung gepflanzt, dann ist eine Bewässerung nicht nötig. Die Bäume können ihr Wurzelhaus gut ausbilden und bilden in einem gesunden Boden ein großes Versorgungsnetzwerk. Wichtig ist außerdem, dass der Boden rund um den Baum beschattet ist, durch zum Beispiel Bewuchs oder Mulch. Dies verhindert das Austrocknen des Bodens.

Wissen mit Aha-Effekt

Warum es Sinn macht, Bäume so klein und jung wie möglich zu pflanzen

Je größer ein Baum produziert wird, umso öfter wurde er verpflanzt und seine Wurzeln beschnitten. Außerdem hat ein 3 Meter hoher Baum durch seine Herstellung einen so schlechten CO²-Fußabdruck, dass er diesen sein Leben lang nicht mehr ausgleichen kann.

Und: Bäume, oder allgemein Pflanzen, denken nicht in Beinen, sondern sie gehen davon aus, wo mein Same hinfällt, da werde ich erwachsen.

Vielfalt heißt für uns, vieles zulassen  – und damit meinen wir auch Arten und Sorten, die bis jetzt als „nicht heimisch“ beschrieben werden. Denn, die Verbreitung von Pflanzen ist historisch, durch Tiere und Menschen (wie zum Beispiel die Römer oder Engländer). Menschen definieren dabei recht willkürlich welche Pflanzen autochon (=heimisch) sind. Wir überlassen es der Natur selbst und beobachten, welche Arten und Sorten auch in unseren Breitengraden gut gedeihen.

Zweidrittel der Bestäubungsleistung im Obstbau wird von Nachtfalter und Motten übernommen! Lichtquellen irritieren die Insekten und führen zu deren Tod. Auch im Garten findet der Großteil der Bestäubungen Nachts statt. 

Wenn Obstbäume auf samengezogene Unterlagen verpflanzt sind, können die jungen Bäume vom erlebten Wissen der Mutterpflanze profitieren und sich besser an klimatische Veränderungen anpassen. Leider werden Obstbäume jedoch meist immer auf einen Klon der gleichen Mutterpflanze verpflanzt.

Kohlenstoff funktioniert nur mobil, er muss wandern. Wenn der Kohlenstoff gebunden ist, kann ihn die Pflanze nicht verwerten. Mobilität entsteht über Synergien mit Mikroorganismen, Pilzen und der Vergesellschaftung mit anderen Pflanzen.

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