Gemeinsam Zukunft gestalten
Mikro-Ökosysteme
Kooperation mit Neuland+, Erdenwert e.V. und ReLaViso
Ökosystem sind lerndende Netzwerke
Eine stabile Pflanzengemeinschaft ist widerstandsfähig gegenüber Störungen, wie Trockenheit, starker Hitze oder Schädlingen. Die biologische Vielfalt in Form von unterschiedlichen Pflanzearten stärkt den Austausch von Nährstoffen, versorgt das Mikrobiom mit reichhaltiger Nahrung und garantiert so das Überleben des Ökosystems. Pilze und Bakterien im Boden bauen Humus auf und erhöhen die Luft- und Wasserspeicherfähigkeit des Bodens.
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Mikro-Ökosystem
0 Liter Wasser
10-25 kg CO₂ pro Baum
–> nach 8 Monaten bis 2 Jahre positive Klimabilanz
– Keine Pflege der Baumscheibe nötig
– Keine Düngung
– 1x pro Jahr Biomasse zurückschneiden
vs.
konvenionelle Baumpflanzung
2.520 + 10.200 Liter Wasser
120-173 kg CO₂ pro Baum
–> nach 12-16 Jahren positive Klimabilanz
– 2-4x pro Jahr Baumscheibe freihalten
– jährliche Düngung
– jährlicher Baumschnitt
Klimagärten
Nachhaltig und ein Gewinn für Alle, dabei kostengünstig und pflegeleicht – das sind unsere Klimagärten. Ein Quadratmeter ist schon groß genug für ein Stück klimapositives, widerstandsfähiges Grün.
Nachhaltig und kostengünstig – weil wir die Pflanzen so jung und klein wie möglich pflanzen. Die Vorteile: die Wurzeln sind nicht verschnitten und entwickeln sich natürlich und sind widerstandsfähiger. Dazu kosten Jungpflanzen in ihrer Herstellung und der Anschaffung erheblich weniger Wasser, CO² und Geld.
Pflegeleicht – weil die Pflanzen in Vielfalt und Gesellschaft wachsen. Das heißt, es werden verschiedene Arten zusammen auf engen Raum gepflanzt. Einige Pflanzen wachsen schneller und beschatten zum Beispiel den Boden, damit dieser nicht austrocknet. Langsamer wachsende Pflanzen haben so mehr Zeit und weniger Stress sich zu entfalten. Erst nach ein oder zwei Jahren, wenn sich zeigt, welche Pflanzen an dem jeweiligen Standort gut gedeihen, werden unerwünschte Arten entfernt, um mehr Platz zu schaffen für diejenigen, die groß und erwachsen werden sollen. Der Klimagarten muss nicht bewässert werden.

Der Klimagarten ist eine 1 bis 2 m² große, mit Holz eingefasste Fläche. In diese wird zunächst Material für einen guten, gesunden Boden eingebracht. Mit Totholz wird in gewisser Weise ein alter Baumstumpf nachgebaut. In die so entstanden vier Quadrate werden die Pflanzen gesetzt. Nach wenigen Monaten ist der Boden mit Grün bedeckt. Bereits ein bis zwei Jahre später sind die gepflanzten Bäume bis zu drei Meter hoch.

Essbare Landschaften
Ein öffentlicher Obstgarten ist ein echter Mehrwert für Städte und Gemeinden. Es ist ein Ort zum Verweilen, Probieren und Zusammenkommen. Der Vision des österreichischen Erfinders Sigi Tatschl folgend, bietet die „Essbare Landschaft“ Erholung für alle Menschen und vermittelt einen bewussteren Umgang mit unserem Boden, Wildpflanzen und unserer Obstvielfalt.