Unser Handwerk
Obstvielfalt aus eigener Vermehrung
Bei uns steckt drin was draufsteht! Unsere Obstauslesen sind in ehrlicher Handarbeit selbstvermehrt. Daher wissen wir genau aus welchen Arten und Sorten die Pflanzlinge bestehen.
Neben Maulbeeren stehen altbewährte und oft schon vergessene Arten und Sorten, wie zum Beispiel Susinen, Aprikosenkreuzungen, Mirabellen, Süßmandel und verschiedene Nüsse bei uns dabei im Mittelpunkt.
Wir vermehren unser Obst selbst durch Aussaat, Steckhölzer (zum Beispiel bei der Johannisbeere) oder das Veredeln von Sorten.
Insgesamt werden von uns jährlich zwischen 8.000 und 10.000 Pflanzen vermehrt.




Vielfältige Maulbeere
Kulinarische Köstlichkeit
Haben Sie schon einmal Grüntee aus Maulbeerblättern getrunken? Durch ihren hohen Proteingehalt (bei gewissen Arten und Sorten) schätzen wir sie auch als Salat oder Blattgemüse in der Küche. Maulbeerblätter schmecken köstlich zum Beispiel zubereitet wie Spinat. In Maulbeerblätter eingewickeltes und gedünstetes Gemüse ist ebenfalls sehr fein. Werden die getrockneten Blättern gemahlen, kann das so gewonnene Mehl für selbstgemachte Nudeln oder zum Backen verwendet werden. Auch als Futtermittel kommen Maulbeerblätter zum Einsatz, vor allem bei Rindern, Ziegen und Schafen. Shrimpzüchter schätzen den hohen Proteingehalt der Blätter ebenfalls.
Die Früchte der Maulbeere sind vielseitig und bunt. Sie schmecken süß, aromatisch und tropische Arten sogar erdbeerig oder nach Aromen der Honigmelone! Unsere Faszination für die Maulbeere kommt daher nicht von ungefähr.




Ertragreich und robust
Maulbeeren sind robust und können wechselnde Wetterbedingungen im Sommer wie auch im Winter gut überstehen.
Auf unserem Feld wachsen verschiedene Sorten und Arten, die von uns beurteilt und entsprechend beschrieben werden können.
Lassen auch Sie sich von der Vielfalt der Maulbeere verzaubern!
Egal ob Trauer-Maulbeere, zwergwüchsig, Kugel- oder Säulenform – bei uns finden Sie die passende Pflanze für sich.
Veredelung von Obstgehölzen
Die Vermehrung durch Veredelung ist ein Handwerk das leider vom Aussterben bedroht ist. Wir sind eine der wenigen Baumschulen, die dieses Handwerk noch beherrschen und ausüben. Dabei können mit dieser Methode viele Sorten erhalten bleiben, die zum Beispiel schon von den Großeltern gepflanzt und geschätzt wurden. Denn die von uns ausgesuchten oder von Ihnen mitgebrachten Edelreißer werden auf genetisch robuste Unterlagen (Mutterpflanzen) veredelt, die ihr Erbgut an die heranwachsende Pflanze weitergeben.
Anfang des Jahres starten wir mit dem Veredeln von Steinobst (Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen, Aprikosen, Pfirsiche, Mandeln, Susinen). Die Maulbeeren und Kernobst (Weißdorn, Quitte, Apfel, Birne, Mispel) folgen.
Möchten Sie eine spezielle oder altbewährte Sorte erhalten oder vermehren, dann veredeln wir diese gerne? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.
Gesunder Boden, gesunde Wurzeln
Damit eine Pflanze erwachsen werden kann, ist das Verständnis vom Zusammenspiel gesunder Wurzeln und einer funktionierenden Bodenbiologie ausschlaggebend. Was wir von einer Pflanze über der Erdgleiche sehen, ist wie bei einem Eisberg, nur die Spitze.
Die wichtigste Arbeit einer Pflanze geschieht vor unseren Augen verborgen unter der Erde: das Bilden ihres Wurzelhauses. Die Wurzeln einer Pflanze verankern sie im Boden und versorgen sie mit Nährstoffen und Wasser. Zur optimalen Versorgung bilden die Wurzeln mit Pilzen, natürlich im Boden vorkommende Bakterien und Kleinstlebewesen ein unglaublich weitläufiges Netzwerk (= Biom). Da jede Art unterschiedliche Netzwerke bildet, können die Pflanzen in Gesellschaft zusätzlich profitieren.
Mykorrhiza = Pilz + Wurzel
Pflanzen, wie dieser Kiefernkeimling, leben eng mit Pilzen zusammen. Das Pilzmyzel (gelb) versorgt über die Wurzeln (grün) die Pflanze mit Wasser, Stickstoff und Phosphat. Im Gegenzug gibt die Pflanze einen Teil ihres durch Photosynthese gewonnen Zuckers ab.
Die Symbiose macht eine Pflanze robuster: sie erhöht die Widerstandskraft gegen Wurzelkrankheiten oder Schädlinge, wie Blattläuse, und Trockenheit.